21. Oktober 2017

Angsterkrankungen

Angst als biologisch festgelegtes Alarmsignal ist ein natürlicher Bestandteil unserer Empfindungen. Im mittleren Ausmaß auftretend steigert sie unsere Leistungsfähigkeit und Aufmerksamkeit. Wenn die Angst jedoch ein übersteigertes Ausmaß annimmt spricht man von einer Angsterkrankung (etwa Panik, Phobie, Generalisierte Angststörung, Soziale Angststörung).

Panikstörung

Typische Symptome einer Panikattacke sind neben Herzrasen, Schwindel, Schweißausbruch, Atemnot und Übelkeit auch Todesangst und nach Abklingen des Anfalls auch die Angst vor der nächsten Panikattacke. Vor Beginn einer psychotherapeutischen Behandlung ist eine medizinische Abklärung erforderlich. Für Betroffene und Angehörige stellen Panikattacken eine massive Beeinträchtigung der Lebensqualität dar. Eine unbehandelte Panikstörung führt häufig zu Medikamenten- oder Alkoholabhängigkeit.

Spezifische Phobie

Von einer spezifischen Phobie spricht man, wenn die Auslöser für die Angst klar eingegrenzt sind. Bekannte spezifische Phobien sind: Höhenphobie, Tierphobien, Blut-, Verletzungs- und Spritzenphobie, Zahnarztphobie, Flugphobie. Studien belegen, dass der Großteil der PatienInnen nach einer Psychotherapie eine deutliche Verbesserung ihrer Situation erreichen konnten.

Soziale Phobie

Bei einer sozialen Phobie besteht eine intensive Angst in sozialen Situationen durch bestimmte Verhaltensweisen, durch die eigene äußere Erscheinung oder durch das Sichtbarwerden der eigenen Angst aufzufallen. Daneben ist die Erwartung von anderen negativ bewertet zu werden ein zentrales Merkmal der sozialen Phobie.

Generalisierte Angststörung

Die generalisierte Angststörung ist gekennzeichnet durch massive Unruhe, die mit anhaltenden Sorgen und Grübeln verbunden ist. Betroffene beschreiben oft, dass sie sich über mehrere Stunden des Tages hinweg nur mit Sorgen auseinandersetzen. Der Schlaf ist gestört und durch Grübel- und Sorgenphasen unterbrochen. 4-7% der Bevölkerung sind von der generalisierten Angststörung betroffen.