Burn-out

Mit dem Begriff Burn-Out-Syndrom wird ein Erschöpfungszustand bezeichnet, der u.a. mit anhaltender Müdigkeit, reduzierter Leistungsfähigkeit, Konzentrationsverlut, Empathievelust, Zynismus, Bitterkeit und einer negativen Einstellung  einhergehen kann. Häufig wird ein Burn-out auch von körperlichen Beschwerden begleitet. U.a. da die Symptome individuell sehr unterscheidliche ausgeprägt sind, ist Burnout bis heute keine anerkannte Diagnose bzw. „Krankheit“, sondern ein Begriff, der das Befinden vieler Menschen spiegelt. 

Für ein Burn-out gibt es niemals nur eine Ursache. Die große Zahl an betroffenen Menschen zeigt, dass Belastungen u.a.  am Arbeitsplatz heute offenbar so gelagert sind, dass sie von vielen Menschen auf Dauer nur schlecht zu bewältigen sind.

Burn-out ist ein schleichender Prozess. Die Art und Weise, wie man mit Belastungen und mit sich selber umgeht, hat großen Einfluss darauf, ob man „ausbrennt“ oder nicht. Untersuchungen weisen darauf hin, dass folgende Persönlichkeitsstile mit einem erhöhten Burn-out-Risiko verbunden sind:

  • Perfektionistische Einstellungen („ich muss alles richtig machen, darf mir keine Fehler erlauben“ )
  • Geringe Erwartung an die eigene Kompetenz („ich schaffe es ja doch nicht“)
  • Ausgeprägtes Harmoniebedürfnis („alle müssen zufrieden sein“)
  • Externale Kontrollüberzeugung („ich bin nur ein ganz kleines Rad im Getriebe“)

Solange keine schwere Depression oder andere manifeste psychische Erkrankung vorliegt,  unterscheidet sich die Therapie kaum von der Prävention des Burn-out. Es geht darum, angemessene Maßnahmen zur individuellen Entspannung und Erholung (bzw. Regeneration) ins Leben zu integrieren. Weiters ist eine regelmäßige systematische Reflexion der persönlichen Ziele und Werte im Kontext der jeweiligen beruflichen Konstellation und Lebenssituation mit therapeutischer Unterstützung angeraten. 

 

Quelle: www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org  (Prof. Dr. Dr. Andreas Hillert und Prof. Dr. med. Ulrich Voderholzer)