21. Oktober 2017

Schlafstörungen

Hinter dem Begriff Schlafstörung kann sich allerhand verbergen. Fast jeder Mensch erlebt in seinem Leben belastende Situationen, die zu einer Verschlechterung des Schlafes führen. Am nächsten Morgen ist man müde, unausgeruht, unkonzentriert und fühlt sich „wie erschlagen“. Wenn diese Schlaflosigkeit nur wenige Tage anhält, ist sie gesundheitlich betrachtet völlig unbedeutend. Oft werden Schlafstörungen jedoch über Wochen, Monate oder auch Jahre erlebt, was für Betroffenen sehr belastend ist.

Schlafstörung ist ein recht umfassender Begriff, der sowohl Ein- und Durchschlafprobleme und erhöhtes Schlafbedürfnis umfasst, wie auch das häufige Erleben von Albträumen, Schlafwandeln, Zähneknirschen (Fachbegriff: Bruxismus), Schlafapnoe und weitere Auffälligkeiten wie etwa nächtlichen Heißhungerattacken. Neben organisch oder medikamentös bedingten Schlafstörungen, treten diese auch oft im Rahmen von psychischen Erkrankungen auf. Besonders häufig findet man gestörten Schlaf bei Depression und Angsterkrankungen.

In der Therapie von Schlafstörungen ist das Erlernen von Entspannungstechniken ein wichtiges Element. Manchmal ist es notwendig, den Schlaf-Wachrhythmus neu zu strukturieren und über Wochen anzupassen.

Mehrmaliges Aufwachen pro Nacht ist nicht nur normal, sondern zeugt auch von gesundem Schlaf und ist physiologisch sinnvoll. Die optimale Schlafdauer ist für jeden Menschen unterschiedlich und liegt zwischen 4-5 Stunden (Kurzschläfer) und 9-10 Stunden (Langschläfer). Gesunder und erholsamer Schlaf besteht aus Leicht- und Tiefschlafphasen, die sich abwechseln. Rund 50% der Nacht besteht aus Leichtschlaf, Tiefschlaf tritt nur zu 15-20% auf. Nach einer „schlechten“ Nacht mit wenig Schlaf gleicht der Körper das Defizit nicht durch mehr sondern durch tieferen Schlaf aus.

 

Verwendete Literatur zu Schlafstörungen:

Müller, T., Paterok, B. (2010) Schlaftraining (2. Aufl.). Göttingen: Hogrefe
Riemann, D. (2004) Ratgeber Schlafstörungen. Göttingen: Hogrefe