Kinderwunsch – Schwangerschaft – Geburt


Unerfüllter Kinderwunsch

Ungewollte Kinderlosigkeit wird von vielen Betroffenen als schwere emotionale Krise beschrieben. Der unerfüllte Kinderwunsch und die medizinische Behandlung können kurz- und langfristig eine starke psychische Belastung darstellen.

Wenn Sie von ungewollter Kinderlosigkeit betroffen sind, überlegen, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen, sich derzeit in einer Kinderwunschbehandlung befinden, eine Adoption oder Pfelegeelternschaft erwägen oder Abschied vom Kinderwunsch nehmen, unterstütze ich Sie in der Klärung, Aufarbeitung, Stressregulation, Bewältigung und (Neu)orientierung.

Schwangerschaft

Die Schwangerschaft ist eine Zeit großer Umstellungen. Es verändert sich der Hormonhaushalt und das emotionale Empfinden der Frau. Viele Schwangere fühlen sich verletzlicher als zuvor. Auch Sorgen und Gedanken um die Gesundheit des Babys und ob sie den neuen Aufgaben gewachsen sein wird, beschäftigen eine werdende Mutter oft. Eine werdende Mutter, die zweifelt, Angst hat oder gar depressiv ist – das passt für viele nicht in das gesellschaftliche Bild. Tatsächlich leiden jedoch rund 10% der Schwangeren an einer Depression. Auch Angsterkrankungen sind während dieser Lebensphase häufig.

Traumatische Geburt

Belastende Ereignisse während der Schwangerschaft, der Geburt oder im Wochenbett hinterlassen oft tiefe seelische Spuren. Da sich traumatische Erfahrungen nicht nur auf die eigene Psyche, sondern auch alle zwischenmenschlichen Beziehungen auswirken, ist eine therapeutische Aufarbeitung für Mutter und Kind von großer Bedeutung.

Postpartale Depression

Bei der postpartalen Depression handelt es sich um eine Depression nach der Geburt des Kindes. Die Mütter ziehen sich zurück, gehen wenig aktiv auf das Kind zu und können sich ihm nur kurze Zeit widmen, da die Konzentration für das Kind nicht gegeben ist. Auch körperliche Zuwendung und Wärme können sie ihrem Baby kaum entgegenbringen. Mit einer Häufigkeit von etwa 10-15% ist die postpartale Depression weit verbreitet. Sie wird begünstigt durch Überforderung, chronische Erschöpfung und Isolation. Eine rasche therapeutische Unterstützung ist wichtig für eine starke Bindung zwischen Mutter und Kind.

Postpartale Psychose

Die postpartale Psychose ist eine schwere Form der nachgeburtlichen Krise, an der rund ein bis zwei von 1.000 Frauen, die jährlich entbinden, leiden. Die umgangssprachliche Bezeichung „Stillpsychose“ ist irreführend, da es keinen Zusammenhang zum Stillen gibt. Sie tritt viel seltener auf als die postpartale Depression, ähnlich ist jedoch, dass die Zuwendung der Mutter zum Kind stark beeinträchtigt ist. Betroffene leiden häufig unter einer Paranoia (fühlen sich verfolgt), Halluzinationen (Stimmen hören oder Bilder sehen), sind verwirrt oder haben starke Angstzustände. Eine Behandlung (auch medikamentös) ist dringend angezeigt.